Wichtiges

In dieser Sparte stellen wir wichtige Punkte in der Haltung vor.

Begriffe

Ovoviviparie

Als Ovoviviparie auch Lecithotrophe Viviparie (lateinisch; wörtlich „Ei-Lebend-Geburt“, daher auch als eilebendgebärend benannt), bezeichnet man eine Spezialform der Fortpflanzung, die sowohl Merkmale der Oviparie als auch der Viviparie aufweist. Die dotterreichen Eier ovoviviparer Tiere werden dabei nicht abgelegt, sondern im Mutterleib dotterernährt ausgebrütet. Die Jungtiere schlüpfen noch im Körper des Muttertieres bzw. kurz nach der Eiablage. Der Übergang zwischen Oviparie und Ovoviviparie ist teilweise fließend.

 

Abgrenzung zu Viviparie:

Die Ovoviviparie wird gelegentlich auch als aplazentale Viviparie bezeichnet, was aber nicht korrekt ist, da es bei der Viviparie neben der plazentalen Ernährung noch andere, ebenfalls aplazentale Ernährungsformen für den Embryo gibt. Treffender ist die Bezeichnung Dottersack-Viviparie.

Vivipare Tiere werden geboren, Ovipare schlüpfen aus einem Ei. Der Hauptunterschied zwischen lebendgeborenen ovoviviparen Tieren und viviparen Tieren ist, dass der Embryo bei ovoviviparen Tieren lediglich durch den im Ei enthaltenen Dotter (Dottersack) seine Nährstoffe autark vom Stoffwechsel des Muttertieres erhält und der vivipare Embryo direkt vom Organismus des Muttertieres ernährt wird.

 

Verbreitung im Tierreich:

Erfolgreicher Vertreter der Ovoviviparie: der Guppy

Ovovivipare Tiere sind in bestimmten Tiergruppen relativ verbreitet. Allerdings wird Ovoviviparie oft nicht exakt von der Viviparie unterschieden. So werden folgende Tiere oder Tiergruppen häufig als ovovivipar genannt:

-viele Knorpelfische neben einer noch größeren Zahl oviparer oder viviparer Arten

-einige Knochenfische, etwa Vertreter der in der Aquaristik sehr beliebten Zahnkärpflinge (mit dem Guppy, dem Schwertträger, dem Black Molly und dem Platy);

-auch hier sind daneben noch alle Formen der Viviparie vertreten

-viele Reptilien wie die Strumpfbandnattern, fast alle Seeschlangen, etwa 20 Prozent der Chamäleons ebenso wie die heimische Blindschleiche, die Waldeidechse, die Europäische Hornotter und die Kreuzotter;

(unter den Reptilien gibt es auch vivipare wie einige Skinke und bestimmte Schlangen)

bei den Wirbellosen sind es einige Vertreter der Webspinnen, die Blattläuse und verschiedene Gruppen von Schnecken wie Sumpfdeckel- und Schließmundschnecken

 

Übergangsformen:

Neben der Möglichkeit, die gesamte Embryonalentwicklung im Körper der Mutter zu durchlaufen, gibt es auch noch Zwischenformen, bei denen nach dem Entwicklungsstadium der geborenen Tiere unterschieden wird:

Larviparie: Larvipar ist beispielsweise der Feuersalamander, der seine Larven ins Wasser absetzt, aber auch einige Blattkäfer (Chrysomela) und einzelne Eintagsfliegen, wie zum Beispiel Cloeon dipterum.

Pupiparie: Pupipar sind diejenigen Insekten, deren Larven sich unmittelbar nach der Geburt verpuppen, wie die Lausfliegen (Hippoboscidae) und die Tsetsefliegen (Glossina).

Begriffsdiskussion:

Da der Begriff Ovoviviparie auf Viviparie basiert und damit suggeriert, dass es sich um eine Form des Lebendgebärens handelt, gibt es den Vorschlag, den Begriff in Vivioviparie (auch Vivi-Oviparie) abzuwandeln. Als Begründung wird angeführt, dass es sich um eine echte Oviparie (also Eiablage) handelt, bei der die Jungtiere lediglich unmittelbar vor oder nach der Eiablage schlüpfen.

Femoralporen

Femoralporen

Femoralporen eines männlichen Stachelleguans mit wachsartigem Sekret

Femoralporen sind Hautdrüsen, die bei einigen Echsen auf der Innenseite der Oberschenkel sitzen. Sie sind in der Paarungszeit vor allem bei den Männchen vergrößert. Die von den Femoralporen abgegebenen Sekrete variieren chemisch zwischen den Geschlechtern und Individuen stark und absorbieren zumindest bei einigen Arten wie dem Wüstenleguan Ultraviolettstrahlung. Es wird daher vermutet, dass sie eine Rolle bei der Identifizierung des Geschlechts und möglicherweise verschiedener Individuen innerhalb einer Art spielen.

Begriff: Bestimmung

Der Begriff Bestimmung wird leider vielfach falsch eingesetzt, den die Tiere oder Geschlechter sind bereits Bestimmt.

Daher, es ist nur eine Erkennung möglich.

Das heisst es giebt eine Geschlechtererkennung oder eine Tiererkennung.