Unsere Tiere
Hier stellen wir diese Tiere und deren Haltungen vor die wir Halten.
Schlangen
Epicates cenchria cenchria
Epicrates cenchria cenchria
Rote Regenbogenboa
Systematik:
Unterordnung:Schlangen (Serpentes)
Überfamilie:Boaartige (Booidea)
Familie:Boas (Boidae)
Unterfamilie:Boaschlangen (Boinae)
Gattung:Schlankboas (Epicrates)
Art:Regenbogenboa
Merkmale:
Grösse: 230cm, jedoch werden die Tiere in der Regel 200cm.
Männchen werden ca. 160cm, sind allgemein kleiner als die Weibchen.
Der Körper ist von irisierenden Schuppen bedeckt, die bei Sonneneinstrahlung vor allem bei Jungtieren und frisch gehäuteten Individuen zu den namengebenden regenbogenartigen Reflexionsmustern führen.
Verbreitung/Lebensraum:
Die Regenbogenboa ist ein Bewohner der tropischen Regenwälder. Als Jungtier ist sie öfter in Bäumen anzutreffen, jedoch sind adulte Tiere ausschließlich bodenbewohnend. Auch in felsigen, baumkargen Gebieten und auch in Kulturland kann sie angetroffen werden, wobei sie hier meist in der Nähe von Gewässern vorkommt.
Costa Rica bis nach Argentinien und auf einigen Inseln der Antillen. Die Regenbogenboa lebt vorwiegend in feuchten Tieflandregenwäldern.
Haltung:
Für die Haltung von Epicrates cenhria cenchria (Rote Regenbogenboa), sollte sich immer wie bei allen Haltungsformen den Natürlichen Gegebenheiten angepasst werden.
Es eignet sich ein Halbfeuchtterrarium mit Versteckmöglichkeiten, Kletterästen und echte Pflanzen.
Hierfür gilt aber auf die Pflanzen Wahl zu achten, da sie nicht gerade sorgfältig mit der Bepflanzung umgehen.
Ein genügend grosses Wasserbecken sollte vorhanden sein das, dass Tier Baden kann, denn sie sind gute Schwimmer und Nutzen solche Gelegenheiten auch gerne.
Das Substrat sollte gut über 5cm hoch sein, mit Erde, Mulch, Kokoshumus oder ähnlichen Waldähnlichen Substraten versetzt.
Für das nötige Optische kann auch Laub über dem Substrat gestreut sein.
Temperatur Tag: 27-30°C, „Sonnenplatz“ ca. 35°C
Temperatur nachts: 23-26°C
Wassertemperatur: Die Wassertemperatur sollte konstant mindestens 25°C betragen.
Luftfeuchtigkeit Tag: 60-80%
Luftfeuchtigkeit nachts: 80-100%
Bei der Luftfeuchtigkeit muss man aber beachten das es keine stehende Luft vorhanden ist und die Belüftung gewährleistet ist.
Terrariengrösse:
Das TSchV rät für 2 Tiere 1x0,5 (x KL=Fläche) und für die höhe KL x 0,5, das gibt für 2 Tiere mit einer grösse von 200 cm ein Terrarium von 200x100x100cm.
Für jedes weitere Tier 20% mehr, wobei ich die Einzelhaltung Empfehle.
Zucht:
Nach einer Winterruhe von 2-3 Monaten bei 20°C, kann man 1.1 zusammensetzen für eine Paarung.
Ob die Zucht einfach ist oder nicht ist schwer zu beantworten, es gibt Züchter bei denen funktioniert es ohne probleme, es gibt aber auch Züchter die sagen das die Zucht sehr anspruchsvoll ist.
Die Epicrataes cenchria cenchria gehört zu den Ovoviparen Schlangen, dies heisst sie sind Lebendgebärend und die Jungtiere (bis etwa 20 Jungtiere) kommen nach 5 Monaten mit einer Grösse von 50-65cm zur Welt.
Artenschutz:
WA II; EG-VO B
Giftschlangen
Crotalus atrox (Texas Klapperschlange)
Crotalus atrox
Namen: Texas Klapperschlange, Westliche Diamantklapperschlange; Western Diamond-backed Rattlesnake
Vorkommen: USA (Südost-Kalifornien, Süd-Nevada, Arizona, New Mexiko, Texas, Oklahoma, Arkansas), Mexiko
Beschreibung: Die Texasklapperschlange erreicht eine Körperlänge von 1,20 bis 1,80 Metern, in Ausnahmefällen überschreitet sie auch 2,00 Meter Körperlänge. Die Körperfarbe reicht von grau bis zu einem hellen rosafarben, gelblich-grau oder ziegelrot. Auf dem Rücken trägt sie rautenförmige Zeichnungselemente ("Diamanten"), die allerdings meistens nur wenig dunkler als die Grundfärbung sind und häufig mit dieser verwischen. Die Flecken sind im Regelfall durch eine weiße Schuppenreihe abgegrenzt, diese kann jedoch fehlen oder unvollständig ausgebildet sein. An den Seiten befinden sich manchmal ebenfalls dunklere Flecken. Die Kopffärbung entspricht der Grundfärbung des Körpers, unterhalb des Auges zieht sich ein dunklerer Streifen bis in die Mundwinkel, manchmal mit zusätzlichen hellen Streifen ober- und unterseits. Der Schwanz weist als eines der Haupterkennungsmerkmale der Schlange vier bis sechs schwarz-weiß-Bänder auf, die jeweils etwa die gleiche Breite haben. Wie fast alle Klapperschlangen hat sie eine auffällige Schwanzrassel. Bei einer potentiellen Bedrohung versucht die Schlange zu fliehen oder verhält sich ruhig und vertraut auf ihre Tarnung. Wird die Bedrohung intensiver, kann die Schlange ihre Rassel zur Warnung einsetzen und dabei ein laut rasselndes Geräusch erzeugen. Danach folgt meistens bereits ein Verteidigungsbiss, der fast immer mit einer Giftinjektion verbunden ist.
Toxine: Junge Tiere haben bis ein Alter bis zu ungefähr 8 Monaten eine Komponente in ihrem Gift mit einer "thrombinartigen" Aktivität. Nach den acht Monaten ist diese Komponente nicht mehr vorhanden. Erwachsene Tiere haben in ihren Toxinen eine fibrinolytische Aktivität. Die unterschiedlichen Giftzusammensetzungen machen auch die oft widersprüchlichen Darstellungen von Bissen durch Crotalus atrox erklärbar. Dementsprechend sind auch die Bisse von Jungtieren gefährlicher als von erwachsenen Tieren.
Symptome: Übelkeit, Erbrechen (evtl. Hämatemesis), lokale Schmerzen und Schwellungen, z. T. hämorrhagische Blasen mit einem Durchmesser von 10 cm, wiederholte Blutdruckabfälle, Tachykardie, Erhöhung der Kapillarmeabilität mit Flüssigkeitsaustritt in den Extravasalraum, Blutgerinnungsstörungen, Blutungen aus den Punktionsstellen. Selten sind zerebrale, gastrointestinale oder Blutungen in die Niere. Das Gift greift die Blutzellen an und zerstört sie, außerdem führt es zu Gewebezerstörungen im Bereich der Bissstelle, die stark anschwillt.
Diese Schlage ist für die meisten Giftschlangenbisse in Nordamerika verantwortlich.
Maßnahmen: Die pressure-immobilization-Methode darf nicht angewendet werden. Die betroffene Stelle ist ruhigzustellen. Der Patient muss liegend in eine Klinik transportiert werden. Die Maßnahmen bis zur Klinik erfolgen symptomatisch. In der Klinik ist die Gerinnung mindestens bis 12 Stunden nach dem Biss wiederholt durchzuführen. Wenn zu diesem Zeitpunkt die Blutwerte im Normbereich liegen, kann eine riskante Giftapplikation ausgeschlossen werden. Es existiert ein Antivenin (CroFab). Die Gabe ist mit einer Giftnotrufzentrale abzustimmen.
Haltung:
Terrariengrösse für zwei Tiere mit 150cm, 150x75x75cm
Klima: 28-32°C (22-24°C Nachts)
40-50% Luftfeuchtigkeit
Crotalus ruber (Rote Diamantklapperschlange)
Crotalus ruber
Namen: Rote Diamant-Klapperschlange; Red Diamond Rattlesnake, Cedros Island Diamond Rattlesnake
Unterarten, Namen und Vorkommen:
- Crotalus ruber ruber
- Crotalus ruber elegans
- Crotalus ruber lorenzoensis
- Crotalus ruber lucasensis
- Crotalus ruber monserratensis
Vorkommen: Mexiko (Baja California), USA (Südwest-Kalifornien)
Beschreibung: Die Rote Diamant-Klapperschlange ist eine große und kräftig gebaute Klapperschlange mit einer durchschnittlichen Körperlänge von über einem Meter, wobei einzelne Individuen bis zu 1,50 Meter lang werden. Die typische Grundfärbung ist rotbraun bis ziegelrot, sie kann jedoch auch olivgrün oder braun sein (vor allem in den südlichen Teilen des Verbreitungsgebietes, Unterart C. r. lucasensis). Die Zeichnung besteht aus großen Diamanten, die im Regelfall weiß, begrenzt sind. Diese weißen Ränder fehlen nur bei einigen Inselformen. Der Kopf ist durch ein breites rotes oder braunes Schläfenband gekennzeichnet, dass über die Augen zu den Mundwinkeln führt und ebenfalls weiß eingefasst sein kann. Der Schwanz weist eine schwarz-weiße Bänderung aus schmalen Bändern auf, die vor allem bei rotbraunen Tieren stark mit dem Körper kontrastiert.
Toxine: Junge Tiere haben bis ein Alter bis zu ungefähr 8 Monaten eine Komponente in ihrem Gift mit einer "thrombinartigen" Aktivität. Nach den acht Monaten ist diese Komponente nicht mehr vorhanden. Erwachsene Tiere haben in ihren Toxinen eine fibrinolytische Aktivität. Dementsprechend sind auch die Bisse von Jungtieren gefährlicher als von erwachsenen Tieren.
Symptome: Übelkeit, Erbrechen (evtl. Hämatemesis), lokale Schmerzen und Schwellungen, z. T. hämorrhagische Blasen mit einem Durchmesser von 10 cm, wiederholte Blutdruckabfälle, Tachykardie, Erhöhung der Kapillarmeabilität mit Flüssigkeitsaustritt in den Extravasalraum, Blutgerinnungsstörungen, Blutungen aus den Punktionsstellen. Selten sind zerebrale, gastrointestinale oder Blutungen in die Niere. Das Gift greift die Blutzellen an und zerstört sie, außerdem führt es zu Gewebezerstörungen im Bereich der Bissstelle, die stark anschwillt.
Maßnahmen: Die pressure-immobilization-Methode darf nicht angewendet werden. Die betroffene Stelle ist ruhigzustellen. Der Patient muss liegend in eine Klinik transportiert werden. Die Maßnahmen bis zur Klinik erfolgen symptomatisch. In der Klinik ist die Gerinnung mindestens bis 12 Stunden nach dem Biss wiederholt durchzuführen. Wenn zu diesem Zeitpunkt die Blutwerte im Normbereich liegen, kann eine riskante Giftapplikation ausgeschlossen werden. Es existiert ein Antivenin (CroFab). Die Gabe ist mit einer Giftnotrufzentrale abzustimmen.
Haltung:
Terrariengrösse für zwei Tiere mit der Grösse von 100cm, 100x50x50cm.
Klima: 25-30°C (40°C Lokal/ 20-23°C Nacht)
40% Luftfeuchtigkeit
Crotalus pyrrhus (Gefleckte Klapperschlange)
Crotalus mitchellii pyrrhus
Namen: Gefleckte Klapperschlange; Speckled Rattlesnake
Unterarten, Namen und Vorkommen:
· Crotalus mitchellii angelensis
· Crotalus mitchellii mitchellii
· Crotalus mitchellii muertensis
· Crotalus mitchellii pyrrhus
· Crotalus mitchellii stephensi
Vorkommen: USA (von Zentral-Kalifornien, Südwest-Nevada, Südwest-Utah bis zum größten Teil der Baja Halbinsel), Mexiko (Baja California, Nordwest-Sonora)
Beschreibung: Die Gefleckte Klapperschlange ist eine relativ große Klapperschlange mit einer durchschnittlichen Körperlänge von etwa einem Meter. Dabei werden die Vertreter der Unterart C. m. angelensis mit einer Durchschnittslänge von 1,30 Metern etwas länger, die Vertreter der C. m. muertensis mit durchschnittlich 0,70 Metern etwas kleiner als die anderen Individuen. In ihrer Körperfärbung variiert die Art relativ stark. Die typische Grundfärbung ist hellgrau bis gelbgrau, außerdem kommen Individuum mit cremefarbener, gelber, orangegelber, rosafarbener oder hellbrauner Basisfärbung vor. Das Zeichnungsmuster besteht aus Flecken im vorderen Körperabschnitt, die zum Schwanz hin allmählich in Querbalken übergehen und meistens dunkelgrau sind; auch diese sind allerdings farblich sehr unterschiedlich und können das ganze Farbspektrum der Grundfarben annehmen. Sie sind zudem häufig nur undeutlich erkennbar und bei einigen Individuen kaum wahrnehmbar.
Toxine: Unbekannt
Symptome: Jeder Biss durch die Schlange muss als potentiell lebensgefährlich eingeschätzt werden. Es gibt kaum Informationen über Bissunfälle. Lokale Schwellungen und sehr starke Schmerzen an der Bissstelle. Es kann zu Lähmungen und einer Myolyse kommen.
Maßnahmen: Die pressure-immobilization-Methode darf nicht angewendet werden. Die betroffene Stelle ist ruhig zu stellen. Der Patient muss liegend in eine Klinik transportiert werden. Die Maßnahmen bis zur Klinik erfolgen symptomatisch. In der Klinik ist die Gerinnung mindestens bis 12 Stunden nach dem Biss wiederholt durchzuführen. Wenn zu diesem Zeitpunkt die Blutwerte im Normbereich liegen, kann eine riskante Giftapplikation ausgeschlossen werden. Es existiert ein Antivenin (CroFab). Die Gabe ist mit einer Giftnotrufzentrale abzustimmen.
Haltung:
Terrariengrösse für zwei Tiere mit 100cm, 100x50x50cm
Klima: 26-28°C (32°C Lokal/ 23-25°C Nacht)
50-60% Luftfeuchtigkeit
Sistrurus miliarius barbouri (Florida Zwergklapperschlange)
Sistrurus miliarius barbouri
Name: Florida Zwergklapperschlange
Vorkommen: USA (Ost-Texas, Ost-Oklahoma, Louisiana, Arkansas, Süd-Missouri, Mississippi, Alabama, Georgia, Florida, South Carolina, North Carolina, West-Tennessee)
Beschreibung: Die Zwergklapperschlange erreicht eine durchschnittliche Körperlänge von etwa 50 Zentimetern und wird selten auch mal bis zu 70 Zentimeter lang. Der Schwanz mit der sehr kleinen Schwanzrassel ist sehr dünn ausgebildet. Die Grundfärbung der Schlange ist hellgrau, grau oder rötlich mit einer Zeichnung aus kleinen, rundlichen Flecken auf dem Rücken, die meist dunkelgrau sind. Durch die Flecken kann sich ein schmaler rosa-, orange- oder zimtfarbener Streifen ziehen, der auf der Kopfoberseite entspringt. An den Flanken befinden sich häufig weitere, kleinere Flecken.
Toxine: Das Gift der Zwergklapperschlangen entspricht in seiner Grundzusammensetzung dem der Klapperschlangen und ist wie die meisten Viperngifte hämotoxisch, es zerstört also Blutzellen und die Wände der Blutgefäße. Hämotoxine führen vor allem zu Gewebszerstörungen, inneren Blutungen und Schwellungen und sind sehr schmerzhaft, im Vergleich zu den meisten Neurotoxinen töten sie allerdings weniger schnell. Im Gegensatz zu den Giften der Klapperschlangen sind die der Zwergklapperschlangen weit weniger gut erforscht. Die Zwergklapperschlange produziert nur verhältnismäßig kleine Giftmengen und hat relativ kurze Giftzähne, die nicht sehr weit in das Gewebe eindringen.
Symptome: Bissunfälle sind meist weniger gefährlich, wie Bisse durch Klapperschlangen. Man findet selten systemische Effekte. Es kann zu lokalen Schwellungen kommen. In sehr seltenen Fällen kann ein akutes Nierenversagen mit oder ohne eine Rhabdomyolyse zu erkennen sein. Myoglobin ist manchmal im Urin nachweisbar. Eine Koagulopathie ist möglich, tritt aber in sehr wenigen Fällen auf. Die Wirkungen bestehen im Regelfall aus lokalen Schwellungen, Schmerzen und einer allgemeinen Übelkeit.
Maßnahmen: Die pressure-immobilization-Methode darf nicht angewendet werden. Die betroffene Stelle ist ruhig zustellen. Der Patient muss liegend in eine Klinik transportiert werden. Die weiteren Maßnahmen bis zur Klinik erfolgen symptomatisch. In der Klinik kann es notwendig werden, dass eine Dialyse durchgeführt werden muss.
Haltung:
Terrariengrösse für zwei Tiere von 80cm grösse, 80x40x40cm.
Klima: 20-28°C (35°C Lokal/ 20-24°C)
40-60% Luftfeuchtgkeit
Bitis rhinoceros (Westliche Gabunviper)
Bitis gabonica
Namen: Gabunviper; Gaboon Adder
Unterarten, Namen und Vorkommen:
- Bitis gabonica gabonica
- Bitis gabonica rhinoceros
-
Vorkommen: Angola, Gabun, Kamerun, Äquatorial Guinea, Nigeria, Benin, Togo, Ghana, Elfenbeinküste, Liberia, Sierra Leone, Guinea, Zentral Afrikanische Republik, Sudan, Tansania, Demokratische Republik Kongo (Zaire), Kongo, Ost-Simbabwe, Mosambik, Republik von Südafrika (Zululand).
Beschreibung: Die Schlange hat eine durchschnittliche Länge von 1,20 bis 1,50 Metern, maximal 2,05 m. Aufgrund des sehr untersetzten und schweren Körperbaues erreicht die Art ein Gewicht von acht bis maximal zehn Kilogramm. Die Gabunviper gilt als schwerste Giftschlange der Welt. Die Weibchen werden im Regelfall etwas länger als die Männchen. Der wuchtige, dreieckige Kopf der Schlange ist vom Körper durch einen eher schmalen Hals direkt hinter dem Nacken deutlich abgesetzt. Der Hals hat dabei einen Durchmesser, der etwa ein Drittel der Kopfbreite ausmacht. Die Nasalschuppen sind vor allem bei der Unterart Bitis gabonica rhinoceros zu deutlichen Hörnern umgebildet. Die Augen sind sehr groß und im Vergleich zu fast allen anderen Schlangenarten sehr beweglich. Eine Grundfarbe ist auf dem Körper der Schlangen nicht zu erkennen, die Färbung setzt sich vielmehr aus einem Mosaik von regelmäßig geformten Flächen zusammen. Der Kopf ist auf der Oberseite cremeweiß. Von den silbrig-schwarzen Augen ziehen sich die bereits erwähnten dunklen Dreiecke abwärts zum Mundwinkel. Der cremefarbene, fast pastellfarbige Bereich reicht über den Nacken und geht über in eine Reihe von ebenfalls in dieser Farbe gehaltenen Rechtecken, die sich auf dem Rücken bis zum Schwanz ziehen. Unterbrochen sind sie von olivgrünen und zentral eingeschnürten Flecken mit einer hellen Begrenzung. In der Einschnürung werden die Flecken durch braune Dreiecke zu Rechtecken ergänzt. Unterhalb dieser hellen Rückenzeichnung sind die Flanken vor allem durch eine Reihe großflächiger hellbrauner Rautenflecken (Diamanten) im Wechsel mit dunklen Dreiecken gekennzeichnet, die unten von einer weißen Zickzacklinie abgegrenzt werden. Unterhalb dieser liegen wiederum braune Dreiecke bis zum Bauch. Die Zeichnung ist individuell leicht variabel, wobei vor allem die Farben etwas unterschiedlich sein können. So kommen insbesondere bei frisch gehäuteten Tieren grünliche, gelbe, bläuliche oder violette Farben vor, und zwischen den Hauptzeichnungen können kleineren Farbflecken in weiß, gelb oder rot vorkommen.
Beide Unterarten der Gabunviper sind sehr farbenfroh gemustert und auf dem Boden liegend durch das Laubmuster sehr gut getarnt. Wird die Schlange sehr stark gereizt und fühlt sich dadurch bedroht, kommt es zu dem für Puffottern typischen Drohverhalten, bei dem sie sich mehrfach aufbläht und die aufgenommene Luft zischend oder mit lauten Knallgeräuschen wieder entlässt. Diese Aufregung kann sehr lang andauern. Wenn die Schlange zubeißt, schnellt der Vorderkörper mit einer solchen Wucht vor, dass das Tier bis zur Hälfte vom Boden abhebt. Bei der Annäherung von Menschen bleibt sie oft still liegen und vertraut auf ihre Tarnung. Bei einem Bissunfall werden die bis zu 5,5 cm langen Giftzähne eingesetzt. Bisse sind selten.
Toxine: Neurotoxische und hämolytisch wirkende Bestandteile. Giftmenge, die bei einem Biss dieser Art abgesondert wird, ist hoch, und durch die sehr langen Giftzähne wird das Gift tief in die Bissstelle eingebracht. Die meisten Bestandteile des Giftes gehen evolutionär wie für die Vipern typisch auf Komponenten des Blutgerinnungssystems zurück und wirken entsprechend. Den Hauptanteil bilden Serinproteinasen, die im Aufbau und der Funktion dem Gerinnungsenzym Thrombin sehr ähnlich sind. Hinzu kommen unter anderen Zn2+-Metalloproteasen, lektinähnliche Proteine, Phospholipase A2, Bradykinin-verstärkende Proteine und gattungstypische Bitiscystatine. Einige Gifte sind dabei arttypisch, darunter Gabonin-1 und -2 sowie die Disintegrine Bitisgabonin-1 und -2. Die Zusammensetzung der Serinproteasen ist ebenfalls einzigartig für die Gabunviper und insbesondere die Gabonase ist arttypisch für die Gabunviper. In ihrem Aufbau ähnelt sie dabei anderen Serinproteasen aus Schlangengiften wie beispielsweise der Crotalase im Gift der Crotalus Arten.
Symptome: Jeder Biss durch die Schlange muss als lebensgefährlich eingeschätzt werden. Das Gabunvipergift wirkt sehr stark hämorrhagisch und cytotoxisch, zudem sind neurotoxische Komponenten enthalten. Die Letale Dosis LD50 bei Mäusen und Kaninchen, denen das Gift intravenös gespritzt wurde, liegt bei 0,55 bis 0,71 bzw. 0,86 bis 2,76 Milligramm (Trockengewicht) pro Kilogramm Körpergewicht. Bei Affen liegt die LD50 bei 0,2 bis 0,6 mg/kg, auf dieser Basis wurde für den Menschen hochgerechnet, dass ein unbehandelter Biss mit einer Giftinjektion von mehr als 35 Milligramm als tödlich angesehen werden kann. Bei einem durchschnittlichen Biss gibt die Gabunviper allerdings deutlich größere Mengen ab, die im Bereich zwischen 200 und 600 Milligramm liegen; die bislang maximal bei einer Giftentnahme festgestellte Menge lag sogar bei 2,4 Gramm Trockengift bzw. 9,7 Milliliter Nassgift. Dabei handelt es sich um die größten Giftmengen, die für Giftschlangen überhaupt dokumentiert sind. Die Folgen eines Schlangenbisses beim Menschen sind vielfältig und können je nach Menge und Geschwindigkeit der Giftaufnahme unterschiedlich ausfallen. Häufig kommt es zu einem starken Abfall des Blutdrucks bis hin zum Schock, zu Blutungen im Bereich der Bisswunde und in anderen Körperregionen und Organen und zu einer Störung der Blutgerinnung, die der disseminierten intravasalen Gerinnung (DIC) sehr ähnlich ist. Die Gerinnungsstörung wird ausgelöst durch die hohe Menge an thrombinähnlichen Bestandteilen des Giftes, die zu einer unvollständigen Bildung von Fibrin aus dem vorhandenen Fibrinogen und einem danach erfolgenden Abbau desselben führen. Verstärkt wird der Effekt durch die Bitisgabonine, die das bei der Gerinnung benötigte Fibronektin binden und damit dem Blut entziehen. Das Blut wird entsprechend durch das Schlangengift ungerinnbar. Zytotoxische Effekte zweier hämorrhagischer Proteine, die zu einer Separation von Endothelzellen der Blutgefäße und damit einem Austritt von Blut in das umliegende Gewebe führen, werden für die diffusen Blutungen verantwortlich gemacht. Stoffwechselveränderungen führen zu einer verminderten Sauerstoffaufnahme im Gewebe und einer metabolischen Azidose mit erhöhten Blutkonzentrationen von Glucose und Laktat. Am Herzen werden Störungen der Erregungsleitung und Veränderungen des Aktionspotenzials durch eine verminderte Membrandurchlässigkeit für Calciumionen beobachtet, die auch zu einer zunehmenden Herzmuskelschwäche führt. Lokaler Schmerz, lokale Schwellung, die sich schnell ausbreitet und auf den ganzen Körper übergreifen kann, Blasenbildung, Nekrosen, Übelkeit, Erbrechen, Tachykardie, Arrhythmien, Blutdruckabfall, Hypovolämie, Lungenödem, Schock, Hämatemesis, Hämaturie, Blutgerinnungsstörungen bis zur Ungerinnbarkeit des Blutes.
Maßnahmen: Die pressure-immobilization-Methode darf nicht angewendet werden. Diese Maßnahme kann schwere Folgeschäden nach sich ziehen. Die betroffene Stelle ist ruhig zustellen. Der Patient muss liegend in eine Klinik transportiert werden. Eine Therapie des Schocks ist mit den im Rettungsdienst befindlichen Infusionslösungen vorzunehmen. Die weiteren Maßnahmen bis zur Klinik erfolgen symptomatisch. Es existiert ein Antivenin. Dieses ist erst nach Rücksprache mit einer Giftnotrufzentrale zu verabreichen.
Haltung:
Terrariengrösse für zwei Tiere in der Grösse von 150cm, 150x75x75cm.
Klima: 26-30°C (28°C Lokal/ 18-22°C Nachts)
60-80% Luftfeuchtigkeit
Trimeresurus gumprechti (Grüne Gumprechts Grubenotter)
Viridovipera gumprechti/ Trimeresurus gumprechti
Namen: Grüne Gumprechts Grubenotter
Vorkommen: Nordost-Thailand (Loei, Phitsanulok, Phetchabun und Chaiyaphum), Laos, Vietnam, China, Myanmar
Beschreibung: Der Kopf setzt sich Tieren deutlich vom Körper ab. Die Gattung ist sehr unterschiedlich gefärbt. Die Schlangen erreichen eine durchschnittliche Länge von 60 cm, maximal 130 cm.
Toxine: Unbekannt.
Symptome: Prinzipiell sollte bei einem Biss durch die Schlange eine lebensbedrohliche Vergiftung angenommen werden. Es existieren noch keine Berichte über Bissunfälle. Wahrscheinlich kommt es zu lokalen Schmerzen, diversen Schwellungen, Blasenbildungen, Blutungen und Nekrosen.
Maßnahmen: Die pressure-immobilization-Methode darf nicht angewendet werden. Diese Maßnahme kann schwere Folgeschäden nach sich ziehen. Die betroffene Stelle ist ruhig zustellen. Der Patient muss liegend in eine Klinik transportiert werden. Die weiteren Maßnahmen bis zur Klinik erfolgen symptomatisch.
Haltung:
Terrariengrösse für zwei Tiere mit 100cm, 100x50x100cm
Klima 25-27°C (30°C Lokal/ 20-23°C Nacht)
Luftfeuchtigkeit: 50-80%
Echsen
Brachylophus fasciatus
Brachylopfus fasciatus
Gebänderter Fidschileguan
Systematik:
Ordnung:Schuppenkriechtiere (Squamata)
Rang:Leguanartige (Iguania)
Familie:Leguane (Iguanidae)
Gattung:Fidschileguane (Brachylophus)
Art:Gebänderter Fidschileguan
Grösse: Kopf-Rumpf-Länge ist 17-18cm, mit Schwanz 70cm.
Es gibt auch Individuen dei fast einen Meter werden.
Gewicht: um die 200gr.
Aussehen:
Auf dem Rücken tragen sie einen kleinen, kaum sichtbaren Kamm. Der lange Schwanz läuft zum Ende hin spitz zu. Die Finger und die Zehen sind mit sehr langen, spitzen Krallen versehen. Das Weibchen ist einheitlich grün gefärbt. Das Männchen hingegen trägt ein Bändermuster aus hellgrünen und dunkelgrünen, dicken Querstreifen am Körper, der Hals ist mit einem hellen Fleck versehen.
Haltung:
Die Haltung von Fidschileguanen in einem Terrarium ist schwierig und nicht für Laien und blutige Anfänger geeignet.
Fidschileguane sollten paarweise in einem großräumigen Terrarium gehalten werden. Wollen Sie die Fidschileguane paarweise halten, sollte es möglich sein, das Terrarium durch eine Trennwand abzuteilen. Da männliche Leguane territorial leben und gelegentlich aggressiv auf Weibchen reagieren, durch die Trennwand ist es möglich, das Pärchen zu trennen. Männliche Fidschileguane sollten außerhalb der Paarungszeit einzeln gehalten werden. Wegen der hohen Feuchtigkeit von 80 Prozent sind Terrarien aus Kunststoff, Plexiglas oder Sandwich Platten empfehlenswert. Holz ist wegen der hohen Luftfeuchtigkeit nicht geeignet, da es durch die Feuchtigkeit zu Schimmel und Fäulnis kommt.
Das Terrarium sollte gut strukturiert sein mit Ästen und Echtpflanzen, dabei gilt aber zu beachten das die Pflanzen nicht Giftig sein sollten.
Bodensubstrat sollte so angepasst sein das sie den Natürlichen Bedingungen entsprechen, wie Erde, Rindenmulch, Kokoshumus….
Temperatur Tag: 28-30°C, „Sonnenplatz“ kann auf etwa 40°C steigen
Temperatur Nacht: nicht unter 20°C
Luftfeuchtigkeit: 80-90%
Luftfeuchtigkeit: Es sollte täglich ein-zweimal mit Temperiertem Wasser Gesprüht werden, das dient auch der Wasseraufnahme der Tiere.
Brachylophus fasciatus Trinken selten aus einer Wasserschale (zur Verfügung sollte dies trotzdem stehen), sie nehmen Flüssigkeit über die Blätter auf.
Ctenosaura quinquecarinata
Ctenosaura quinquecarinata
Fünfkiel-Schwarzleguan
Systematik:
Überordnung: Schuppenechsen (Lepidosauria)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
ohne Rang: Toxicofera
ohne Rang: Leguanartige (Iguania)
Familie: Leguane (Iguanidae)
Gattung: Schwarzleguane
Merkmale:
Grösse: 35cm, Weibchen 18.5cm
Aussehen: Der Schwanz der Fünfkiel-Schwarzleguan Es ist schwer gepanzert mit fünf Stachelringen, die Längsrippen bilden.
Wie die meisten Ctenosaura, Leguane werden mit einer hellgrünen Farbe geboren, die mit zunehmendem Alter des Tieres braun wird.
Weibchen neigen dazu, eine einheitliche braune Farbe anzunehmen, und Männchen entwickeln Schwarztöne., Blau und Gelb auf seinem Körper und Kopf auf dem braunen Hintergrund.
Verbreitung/Lebensraum:
Das Fünfkiel-Schwarzleguan (Ctenosaura quinquecarinata) bewohnt hauptsächlich tropische und subtropische Trockenwälder, sowohl in Costa Rica als auch in Nicaragua.
Es ist eine Art geheimnisvoller und streng täglicher Gewohnheiten, terrestrisch und baumbewohnend, das sich normalerweise in Höhlen oder Löchern im Boden oder zwischen Wurzeln und Rissen in umgestürzten Baumstämmen versteckt, oder niedrig über Bäumen oder Büschen. Sie werden gelegentlich gesehen, wie sie sich ausruhen oder sonnen, normalerweise während der heißesten Stunden des Tages, und sie können extrem schnell entkommen und sich vor potenziellen Gefahren verstecken..
Erwachsene sind grundsätzlich Vegetarier, ernährt sich hauptsächlich von Blättern und Früchten und gelegentlich von einigen Wirbellosen. Seine Fortpflanzung ist eierlegend.
Haltung:
Leider ist über die Haltung von C.quinquecarinate sehr wenig bekannt, da es fast keine Halter gibt, aus diesem Grund richtet sich die ganze Haltungsempfehlung auf reine eigen Erfahrung und aus Ableitungen vom Ctenosaura similis und weiteren Ctenosaura Arten.
Temperatur Tag: 24-27°C, Sonnenplatz 30-35°C
Temperatur Nacht: nicht unter 14°C
Luftfeuchtigkeit: um die 80%
Terrariengrösse:
Das TSchV rät für die Haltung von 2 Tieren, 5x4x2 der KL, das heisst für ein Pärchen wo das Männchen 30cm gross ist sollte das Terrarium mindestens 150x120x60cm.
Dabei muss ich jedoch sagen das die Höhe nicht unter 150cm fallen sollte, da die Tiere bei mir sehr gerne die Höhe Nutzen.
Artenschutz: Anhang 2
Phelsuma grandis
Phelsuma grandis
Grosser Madagaskar-Taggecko
Systematik:
Überordnung: Schuppenechsen (Lepidosauria)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
ohne Rang: Geckoartige (Gekkota)
Familie: Geckos (Gekkonidae)
Gattung: Taggeckos (Phelsuma)
Art: Großer Madagaskar-Taggecko
Merkmale:
Der Große Madagaskar-Taggecko zählt neben dem Querstreifen-Taggecko (Phelsuma standingi) zu den größten Geckos. Die Grundfarbe ist leuchtend grün mit roter Querbänderung. Diese ist in der Jugendfärbung deutlich ausgeprägt und kann beim adulten Tier vollständig verschwinden, so dass sogar fast rein grüne Exemplare gefunden werden. Einzig ein roter Streifen von der Nase zum Auge ist immer vorhanden. Kehle und Bauch sind weiß bis hellgrau gefärbt.
Grösse: Kopf-Rumpf-Länge ist 15cm, die GL Beträgt 30cm.
Generell sind die Männchen größer, haben einen massiveren Kopf und sind meist satter gefärbt. Die durchschnittliche Länge eines Männchens beträgt 25–27 cm, das typische Weibchen wird etwa 21–24 cm lang. Dies sind jedoch nur vage Hinweise. Die einzig sichere Unterscheidung neben einer genetischen Untersuchung sind die Femoralporen (Oberschenkelporen), welche bei einem adulten Männchen deutlich ausgeprägter sind und vor allem bei älteren Männchen eine gelbliche Färbung aufweisen.
Verbreitung/Lebensraum:
Der Große Madagaskar-Taggecko kommt zwischen Antsiranana und Antonibe im Norden Madagaskars sowie auf der Insel Nosy Be vor. Sämtliche entdeckten Exemplare hielten sich bisher in Küstennähe und selten über 200 m Höhe über dem Meeresspiegel auf.
Haltung:
Madagaskar-Taggeckos kommen in tropischen Regionen vor. Diese sollten wir immer als Vorbild im Hinterkopf behalten, wenn wir die passenden klimatischen Bedingungen im Terrarium herstellen wollen. Ebenfalls sehr wichtig ist das Temperaturgefälle im Terrarium. Das bedeutet, dass es in manchen Regionen des Terrariums etwas kühler sein sollte, als in anderen. Somit können sich die Tiere selbst aussuchen, wie warm sie es grad brauchen.
Temperatur Tag: 26-30°C, Sonnenplatz 35-38°C
Temperatur Nacht: 22°C
Luftfeuchtigkeit: 70% und Nachts 90%
Terrariengrösse: Das TSchV schlägt vor für die Haltung von 2 Tieren, 6x6x8 mal Körperlänge, das ergibt eine Terrariengrösse von 90x90x120cm.
Wirbellose
Pachnoda marginata
Kongo-Rosenkäfer
Pachnoda marginata
Systematik:
Ordnung: Käfer(Coleoptera)
Unterordnung: Polyphaga
Familie: Blatthornkäfer(Scarabaeidae)
Unterfamilie: Rosenkäfer(Cetoniinae)
Gattung: Pachnoda
Art: Kongo-Rosenkäfer
Merkmale:
Der Käfer erreicht eine Länge von 20 bis 25 Millimetern. Ein sicheres Merkmal zur Unterscheidung zwischen den Geschlechtern ist die an der Unterseite des Hinterleibs der Männchen vorhandene Längsfurche. Die Bauchseite, sowie der Kopf und die Beine sind immer schwarzbraun gefärbt. Die gesamte Oberseite ist matt samtig und kann in der Färbung je nach Unterart stark variieren.
Vorkommen/Lebensraum:
Wie aus dem Namen hervorgeht, ist die Art vorwiegend im Kongo beheimatet. Aber auch in anderen Gebieten Zentral- und Westafrikas, wie Guinea, Senegal, Angola, Kamerun, Kenia und im Sudan lassen sich verschiedene Unterarten finden.
Die flugfähigen Imagines erleichtern ihr Abfliegen gelegentlich dadurch, dass sie sich um die eigene Achse drehen, während sie ihre Flügel unter den Deckflügeln hervor spreizen. Sie leben vor allem auf Bäumen und Sträuchern und ernähren sich von Früchten, Blütenblättern und Baumsäften. Man findet die Käfer aber auch am Boden. Die Paarung findet ebenfalls auf Bäumen und Sträuchern oder dem Erdboden statt. Fehlen Weibchen sind zwischen den Männchen Gruppenpaarungen zu beobachten, bei denen bis zu vier Käfer übereinander sitzen können. Die Larve (Engerling) lebt in der Erde und ernährt sich von auf den Boden gefallenen Blättern und Früchten, die sie auf dem Rücken liegend von unten anknabbert. Ein Weibchen kann etwa sieben Monate alt werden, das Männchen um die fünf Monate.
Haltung:
Temperatur: 22-28°C
Für die Haltung eignen sich Handelsübliche Kunststoffboxen, die eine Substrathöhe von mindestens 15cm befüllt sind.
Der „Behälter“ sollte je nach Besatzdichte um die 30x20x30cm gross sein mit einer Wärmequelle.
Als Wärmequelle eignet sich ein Spotstrahler.
Der wichtigste Baustein für eine erfolgreiche Haltung und Zucht ist wie bei allen Käferarten der Bodengrund. Dabei kann man keinen, wie man es leider häufig nachlesen kann, Kokosfaser-Humus verwenden. Dieser bietet für die Larven keinen Nährwert und stört ihren Verdauungstrakt. Wir verwenden Waldhumus und weißfaules Holz in einem Mischungsverhältnis von 1:1. Die Oberfläche bedecken wir mit Laub. Zum einen verhindert die Laubschicht eine schnelle Austrocknung des Bodensubstrats und zum anderen gehört Laub zum natürlichen Futter für Larven und Käfer.
Selbstverständlich gehören noch ausreichend Äste als Klettermöglichkeit in jedes Kongo-Rosenkäfer Behältnis. Dabei sollte man die Äste nicht einfach auf den Bodengrund stellen. Häufig kann es vorkommen, dass die Larven den Stand der Äste untergraben und diese dann umstürzen. Deshalb stellt man sie, bevor man das Substrat in den Behälter gibt, auf den Boden und gibt das Gemisch danach in die Box.
Pflege und Nahrung:
Das Substrat sollte immer eine gewisse Grundfeuchtigkeit haben und darf niemals austrocknen. Dazu wird einmal wöchentlich das Substrat mit einer Gießkanne kurz überbraust. Meiner Meinung nach reicht es nicht aus mit einer Sprühflasche die Oberfläche anzufeuchten. Damit erreicht man nicht den kompletten Bodengrund und es entsteht die Gefahr, dass es zu trocken wird. Es erfordert ein bisschen Übung und man sollte sich langsam und vorsichtig hochtasten. Lieber etwas zu wenig Wasser und man gießt etwas nach als wenn man den Behälter unter Wasser setzt.
Die Larven sind durch das vorbereitete Substrat schon ausreichend mit Futter versorgt. Gerne knabbern sie auch von unten das Laub und die dargebotenen Früchte für die Käfer an. Dabei kann man den Käfern an Obst außer Zitrusfrüchten alles anbieten. Am besten man sucht sich beim Obst- und Gemüsehändler die überreifen Früchte aus. Diese haben einen hohen Zuckeranteil und werden sehr gerne angenommen. Aus unserer Erfahrung heraus fressen sie sehr gerne Bananen, Mangos, Erdbeeren und Birnen.
Aber auch Gemüse, Salate und Blüten fressen sie sehr gerne und nehmen sie als willkommene Abwechslung. Bei gekauften Produkten sollte man darauf achten, dass es sich um unbehandelte Bioprodukte handelt und somit keine Pestizide in den Zuchtbehälter gelangen.
Zucht:
Pachnoda marginata peregrina “Kongo Rosenkäfer” ist die meistgehaltene Rosenkäfer-Art. Dies hat er vor allem seiner schnellen Vermehrungsrate zu verdanken. Die Larven werden bis zu 5 cm lang und 1 cm dick und eignen sich hervorragend als Futtertier für Reptilien. Dabei liefern sie einen hohen Proteinanteil und sind vor allem für Weibchen nach der Eiablage oder Reptilien, die aus der Winterruhe erwachen geeignet. Zuerst sollte man sichergehen, dass man beide Geschlechter des Rosenkäfers im Zuchtbehälter hat. Den Geschlechtsunterschied erkennt man einfach an der Unterseite am Hinterleib der Käfer. Dabei hat das Männchen eine eindeutig sichtbare Längsfurche, welche dem Weibchen fehlt. Dies ist auf dem Foto deutlich zu erkennen. Links befindet sich das Weibchen, rechts das Männchen.
Die Paarung findet das ganze Jahr über statt. Somit hat man auch dauerhaft Nachwuchs in unterschiedlichen Stadien im Zuchtbehälter.
Nach einer Paarung legt das Weibchen ein Eipacket mit bis zu 180 Eiern im Bodensubstrat ab. Nach 3 bis 4 Wochen schlüpfen die ca. 3mm langen Larven und durchlaufen zwei Häutungen im Bodensubstrat. Dort fressen sie mit Vorliebe das vorher untergemischte weißfaule Holz auf und wachsen beträchtlich. Die Entwicklungszeit ist dabei rasend schnell für einen Käfer. Bei optimaler Temperatur und einem ausgewogenen Futterangebot beträgt die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer nur 5 Monate.
Nach ca. 3 Monaten verpuppt sich die L3 Larve in einem selbstgebauten Kokon aus dem Bodensubstrat und ihrem Körpersekret. Der Käfer schlüpft nach weiteren fünf bis acht Wochen und verlässt einige Tage später, sobald der Chitinpanzer komplett ausgehärtet ist, den Kokon und gräbt sich an die Erdoberfläche aus